
Die verborgene Welt unter Wasser bietet eine Fülle von Phänomenen, die faszinierende Einblicke in unterschiedliche Naturräume der Region zwischen Weser und Ems gewähren. Um unser inhaltliches Konzept, die Landschaften in den Mittelpunkt zu rücken, ebenfalls im Aquarium umzusetzen, wurde in den letzten Jahren auch dieser Teil des Museums neu gestaltet.

Die Hunte entspringt am Rande des Mittelgebirges und reicht bis zur Küste der Nordsee. Mit ihrer Länge von mehr 100 km verbindet sie alle drei Landschaften Niedersachsens: die Geest, das Moor und die Marsch. Außerdem, und das wird häufig nicht berücksichtigt, versorgt sie den Dümmer, einen der großen Flachseen unserer Region. Auf Grund dieser unterschiedlichen Biotope, die die Hunte sozusagen durchläuft, besitzt sie eine bemerkenswerte Zusammensetzung des Wassers: Auf ihrem verschlungenen Weg ändert sie ihren Inhalt vom klaren Süß- bis zum salzigen Seewasser. Entsprechend dieser natürlichen Bedingungen zeichnet die Anordnung der Becken des Aquariums die Flussbiegungen nach. Versorgt werden die Bewohner der Unterwasserwelt mit den zwei Kreisläufen der unterschiedlichen Wassertypen.
Die Vielfalt an Lebewesen in der Hunte ist groß und abwechslungsreich. Für unsere Besucher zum Greifen nah gibt es beispielsweise die ursprünglich im Dümmer lebenden Weißfische zu sehen. Zu den Bewohnern der Nordseeküste gehören Knurrhahn, Katzenhaie, und Wolfsbarsche. Natürlich ist auch der Mensch seit Jahrtausenden am Lauf des Wasser und an der Welt der Flora und Fauna beteiligt. Er bleibt im Aquarium nicht unberücksichtigt: als Fischer, als Landschaftsgestalter und als Züchter verschiedener Arten.
Lassen Sie sich also im gesamten Haus durch die Reichhaltigkeit der Natur und seiner Lebewesen leiten: aus der Luft, zu Lande und aus dem Wasser.

Die Räumlichkeiten sind mit insgesamt 16 Becken bestückt, die alle kindgerecht einsehbar sind. Die einzelnen Becken stehen dabei für die verschiedenen „Stationen“ der Hunte Flussbiegungen oder Ähnlichem und sind mit originärem Material ausgestattet.



