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Digitalisierung

Die Zukunft wartet

Mit der fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft stehen auch Museen vor interessanten Fragestellungen. Wie können digitale Angebote das Ausstellungserlebnis verbessern? Wie kann Museumsarbeit durch Digitalisierung erleichtert werden? Wie helfen uns die Geräte wie Smartphones dabei, Ihnen Inhalte schnell und unkompliziert zu vermitteln? Die Digitalisierung ist eine spannende Herausforderung, der wir uns nach und nach stellen.

Nachfolgend sehen Sie unsere aktuellen Projekte zum Thema Digitalisierung.

Projekte

Modelldigitalisierung 3D von Natur- und Kulturgut in Oldenburg (MoDi)

Die Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes ist eine aktuelle und gesellschaftlich relevante Aufgabe. Sie dient der objektiven Dokumentation, dem Erhalt, der Erforschung und der Präsentation geschichtlich relevanter Artefakte und Vorgänge. Insbesondere die Erfassung von dreidimensionalen komplexen Objekten erfordert die Zusammenarbeit zwischen Museen und technischen Einrichtungen, in diesem Fall der Jade Hochschule Oldenburg. In dem von der VolkswagenStiftung geförderten Projekt werden Expertisen zusammengeführt, um beispielgebend geeignete Verfahren zu entwickeln und diese weiteren Institutionen zur Verfügung zu stellen.

Anhand von Fallbeispielen aus der Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch wird die Digitalisierung fragiler Objekte erforscht. Dazu gehören beispielsweise ein Mantel aus Robbendarm oder etwa Moorleichen, die z. T. in Flüssigkeit lagern. Aber auch für die Auswertung historischer Glasplatten muss eine neue Methodik der 3D-Digitalisierung entwickelt werden, um den Bestand zu sichern. Zwei Megalithgräber, deren Grabungsdokumentation im Krieg zum Teil zerstört wurde, dienen als Fallbeispiel.

Die technische Realisierung wird im Rahmen eines Dissertationsprojektes an der Jade Hochschule Oldenburg beforscht und getestet. Bei erfolgreicher Umsetzung könnten die entwickelten Methoden auf vergleichbare Sammlungen zur 3D-Rekonstruktion von Kulturgut angewendet werden.

Ein weiteres Dissertationsprojekt am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg wird nationale und internationale Digitalisierungsvorhaben kritisch reflektieren, um unter anderem folgende Fragen zu untersuchen: Wie hat sich die Beziehung zwischen dem ‚Original‘ und der ‚Kopie‘ im digitalen Zeitalter verändert? Beeinflussen nationale Definitionen eines Museums und des ‚Echten‘ den Umgang mit Digitalisierung auf institutioneller Ebene?

 

Ansprechpersonen

Frieda Russell
Doktorandin im Teilprojekt am Landesmuseum Natur und Mensch
f.russell[at]landesmuseen-ol.de
0441 / 40570 332

 

Gefördert durch

mega!lith 3D: Augmented Reality im Großsteingrab

Mehr Infos

Ab sofort gibt es im Landesmuseum Natur und Mensch eine neue digitale Anwendung, die in der Ausstellung „Geest“ nutzbar ist: Mit „mega!lith 3D“ werden die Besuchenden im Museum die Nachbildung einer Großsteingrabkammer noch intensiver erleben, indem sie mittels Augmented Reality (dt. „erweiterte Realität“) das Original aus Kleinenkneten ins Museum holen.

In Kleinenkneten bei Wildeshausen stehen zwei Großsteingräber aus der Jungsteinzeit, die circa 3500 bis 2800 v. Chr. entstanden sind. Im Natur und Mensch steht als Teil der Ausstellung „Geest“ eine Nachbildung einer Grabkammer. Außerdem werden archäologische Sammlungsobjekte präsentiert, die bei den Großsteingräbern gefunden wurden. Das Museum war in den 1930er Jahren für die Erforschung der Grabanlagen verantwortlich.

Die App wurde von den Agenturen polyform und DroidSolutions entwickelt. Die dafür notwendigen Daten lagen bereits durch das Projekt „Modelldigitalisierung 3D von Natur- und Kulturgut Oldenburg (MoDi)“ in Zusammenarbeit mit der Jade Hochschule Oldenburg vor. Im Rahmen der Digitalisierung wurde unter anderem ein Keramikgefäß digitalisiert, das 3D-Modell wird in der App verwendet.

Die App „mega!lith 3D“ wurde entwickelt im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR. Geplant sind Vermittlungsangebote speziell für Schulklassen, aber auch für Besuchende jeden Alters, ob mit oder ohne Vorerfahrung. Außerdem sind mehrere Veranstaltungen geplant, die die Megalithkultur thematisieren.

Gefördert durch

Mehr Themen

Klimaoasen in Oldenburg

Das Projekt „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Landesmuseum Natur und Mensch, Stadt Oldenburg und Carl Ossietzky Universität. Ziel ist, die Denkmäler zu klimaresilienten Orten weiterzuentwickeln.

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MINT

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Diese Fachbereiche spielen für viele Jugendliche in der Schule eine Rolle. Spaß am Forschen und Entdecken soll geweckt werden!

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charta der Vielfalt unterzeichnet
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